Viele Fotos werden mittlerweile im Internet veröffentlicht. Um fremde Inhalte legal nutzen zu können, sollte man mit folgendem Begriff vertraut sein: creative common license.
Hinter CC szeht eine gemeinnützige Organisation, welche es bereits in über 50 Jurisdiktionen gibt. Die creative common license basiert auf dem Urheberrecht der jeweiligen Jurisdiktion, ermöglicht jedoch einen flexibleren Umgang mit diesem. Der Urheber kann selbst genau bestimmen, unter welchen Bedingungen sein Werk verwendet werden darf, die Regelung ersetzt somit die Formel “alle Rechte vorbehalten” durch “einige Rechte vorbehalten”.
Welche Rechte der Urheber behalten möchte, legt er auf der CC-Webseite fest: www.creativecommons.org. Hier stehen die verschiedenen Lizenzen zum kostenlosen Download bereit.
Symbolbuttons unter CC-lizensierten Inhalten führen über einen link zur Bedeutungserklärung auf der Webseite. Sehr bekannt ist die Namensnennung: “by”. Diese Lizenz besagt, dass bei Verwendung und Weitergabe prinzipiell der Name des Produzenten angegeben werden muss. Mit der noncommercial-Lizenz kann der Urheber bestimmen, dass das von ihm geschaffene Medium nur für private Zwecke genutzt werden darf, eine kommerzielle Verwendung ist in diesem Fall also ausgeschlossen. Das Symbol auf dem zugehörigen Button ist ein durchgestrichenes Euro- bzw. Dollarzeichen.
Außerdem gibt es die Möglichkeit, eine Bearbeitung des Fotos, Textes, Videos etc. zu verbieten, verdeutlicht durch ein Gleichzeichen. Und zu guter Letzt kann die “share-alike”-Lizenz gewählt werden, erkennbar an einem Kreislaufpfeil, welche die Verbreitung und Veröffentlichung des Inhaltes unter genau den vom Urheber festgelegten Bedingungen vorschreibt.
CC wird sowohl von Privatleuten genutzt als auch von großen Plattformen, Unternehmen und Persönlichkeiten, wie zum Beispiel Wikipedia, Magnatune und Barack Obama.
Hier eine Übersicht verschiedener Portale, welche lizenzfreie Fotos anbieten:
- http://www.flickr.com/ - Monatlich kann man hier 20MB hochladen und in sogenannten Photosets lassen sich diese in Alben zusammenfassen. Es gibt eine Kommentarfunktion sowie eine Bildersuche mit Tags und eine Community. Flickr ist nutzbar als kostenlose oder kostenpflichtige Version. Vorteile für zahlende (“Pro”-) Mitglieder: es werden nicht nur die 200 neuesten Fotos angezeigt und man darf mehr als drei Photosets erstellen.
- http://de.fotolia.com/ – Fotolia ist eine Microstock-Bildagentur, es werden also Bildlizenzen zu sehr niedrigen Preisen verkauft. Die Mitgliedschaft ist kostenlos, allerdings wird bei Verkäufen eine kleine Provision fällig.
- http://www.pitopia.de – Pitopia ist eine kostenfreie Vertriebsplattform für Bildautoren. Der Fotograf erhält 50% der Netto-Einnahmen bei jeder Bild-Lizensierung.
- http://deutsch.istockphoto.com/ – Bildagentur nicht nur für Fotos. Die Seite hat hohe Qualitätsansprüche an die Aufnahmen, wer sich anmelden möchte, muss eine Art Bewerbung absenden.
- http://www.shutterstock.com/ – Größter Stockphoto-Anbieter weltweit, mit Forum und Abo-Dienst.
- http://www.pixelio.de/ – Hier kann man kostenlose Fotos downloaden und eigene Bilder veröffentlichen.
- http://www.aboutpixel.de/ – “Kostenlose lizenzfreie Bilddatenbank”. Mit Blog und Community.
- http://www.gettyimages.de/CreativeImages/RoyaltyFree – Bildagentur, welche 2006 istockphoto übernahm.
- http://piqs.de/ – Fotocommunity, die kostenlose Bilder zur freien Verwendung anbietet.
- http://www.bilderkiste.de/ – Bildarchiv, in welchem kostenlose lizenzfreie Bilder in Rubriken eingeordnet heruntergeladen werden können.
- http://www.fotosearch.de/bilder-fotos/ – Suchfunktion für lizenzfreie Fotografie.
- http://www.bildunion.de/ – Lizenzfreie Fotos ab 9,99€
- http://www.fotodatenbank.com/ – Bilddatenbank für kostenlose lizenzfreie Fotos
- http://www.lizenzfreiefotos.org/ – Hier kann man themenorientiert nach Bildern suchen, die Fotos gibt es ab 19€ zu kaufen.
- http://www.adpic.de/ – Die Fotos sind in Katgorien sortiert und können sofort nach der Bestellung heruntergeladen werden.
- http://www.thinkstockphotos.de/ – Sammlung lizenzfreier Fotos aus anderen Quellen.
- http://www.pixel-pool.net/ – Kostenlose Bilder, nach Themen geordnet, zum Download.
Bei der Auswahl dürfte für jedes Fotobuch etwas dabei sein!
Hilfreiche Tipps zu Fotografie und Nutzungsrechten an fremden Bildern
Fotografieren ist ein beliebtes und weit verbreitetes Hobby, besonders in der Zeit der Digitalkamera. Um ein gutes Foto zu schießen, muss man als Anfänger nicht unbedingt einen teuren Kurs besuchen. Mit folgenden Tipps kann jeder schöne Bilder für sein persönliches Fotobuch machen.
- Die richtige Kamera: Überlegen Sie, welche Ansprüche Sie an das Gerät haben und wie viel Geld Sie dafür ausgeben möchten.
- Der richtige Umgang: Bevor Sie loslegen, sollten Sie sich mit Ihrer Kamera vertraut machen. Keine Angst vor seitenlangen Bedienungsanleitungen, meistens erklärt ein Schnellstart-Heftchen die grundlegenden Funktionen und Bedienelemente.
- Die richtigen Motive: Lassen Sie den Blick schweifen, betrachten Sie Ihre Umgebung aufmerksam und mit Blick für Details. Achten Sie auf den Hintergrund, oft übersieht man beim ersten Hinschauen Dinge, die später die Harmonie des Bildes stören. Versuchen Sie nicht krampfhaft, das perfekte Motiv zu finden, zur Übung reichen einfache Motive.
- Die richtige Beleuchtung: Ihre Kamera besitzt drei im Menü verstellbare Parameter, welche entscheidend für die richtige Beleuchtung sind. Lichtempfindlichkeit (ISO-Wert), Lichtmenge (einstellbar mit der Blende) und die Belichtungszeit. Sie können natürlich auch bewusst mit diesen Einstellungen spielen, um gewisse Effekte zu erzielen (zum Beispiel ein hoher ISO-Wert, um durch Bildrauschen das Foto zu verfremden). Auch mit natürlichem Licht können Sie experimentieren, machen Sie also zu verschiedenen Tageszeiten Außenaufnahmen. Gegenlicht sollten Sie normalerweise vermeiden, doch auch gegen die Sonne aufgenommene Fotos können eine interessante Wirkung haben.
- Die richtige Verschlusszeit: Eine zu lange Verschlusszeit hat oft Verwacklungen zur Folge. Benutzen Sie den Blitz oder ein Stativ.
- Die richtige Schärfe: Die meisten Digitalkameras benutzen standardmäßig den Auto-Fokus, d.h. sie regeln selbstständig die Schärfeneinstellung. Wenn Sie jedoch einen anderen Fokus haben möchten, können Sie diesen manuell im Menü einstellen.